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PROTOKOLL der Sitzung am 22.11.2005 im Exploratorium

Anwesend: 13 Mitglieder, 6 Gäste

Beginn: 19.00 Uhr – vorher bereits Bestimmungsarbeit an den Binokularen

Eröffnung der Sitzung durch Michael Woelky.


Verlesung des Protokolls von Manfred Gerstberger.

Herr Woelky stellte einige neue Bücher für die Bibliothek vor:

Sodann gab Herr Woelky Termine für 2006 bekannt:

Neujahrsessen des Vereins am Freitag, dem 13.Jan.2006 –Ort: Marjan-Grill im S-Bhf Bellevue

Die traditionelle Pfingstexkursion wird vorgezogen auf den Feiertag Christi Himmelfahrt, 25.Mai 2006. Exkursionsziel ist das Schlaubetal, wir wohnen im Hotel Waldow, Hinter der Bahn 20, in 03172 Guben.

Herr Woelky bittet um baldige Meldungen.

Raupen von Arctias galactina aus Asien wurden gezeigt, an Löwenzahn fressend, eine Zucht von Bernd Schulze aus Gatow.

Danach hielt René Ressler einen Vortrag mit dem Thema:

„Heimische Schadinsekten in Land- und Forstwirtschaft"

Herr Ressler trug per Beamer seine Examensarbeit vor und begann mit einigen wichtigen statistischen Daten:

Als Beispiele für bekannte Schädlinge zeigte der Referent per Beamer eindrucksvolle Fotos von Imago, Ei und Larve sowie das Fraßbild – jedes Bild versehen mit erklärenden Stichworten.

Die „Weiße Fliege" genannte Gewächshausschildlaus etwa, die in unseren Breiten nur in Gewächshäusern überwintern kann und sich auch asexuell vermehren kann. Unbefruchtete Eier bringen fast nur weibliche Tiere hervor.

Die Bekämpfung der Trialeurodes vaporariorum kann erfolgen mit gelben Leimtafeln in den Gewächshäusern oder z.B. durch Ausbringen von sterilen Männchen. Auch durch einen Parasitoiden, die Schlupfwespe Encarsia formosa.

Auf ähnliche Weise, ebenso exakt ausführlich und vom Referenten kommentiert sahen wir – um nur einige zu nennen – Bilder von der Grünen Pfirsichblattlaus, dem Apfelblütenstecher Anthonomus pomorum (ein Rüsselkäfer), der Kirschfruchtfliege (welche das Fruchtfleisch zu einer jauchigen Masse wandelt).

Ferner sahen wir den Traubenwickler Eupoecilia ambiguella (einen Schmetterling als Weinbauschädling), die Kieferneule Panolis flammea und neben dem Rüsselkäfer

Bothynoderes punctiventris (an Rüben) und dem Maikäfer auch den Kartoffelkäfer, der, aus Südamerika stammend über Nordamerika nach Europa kam und zuerst 1877 in Deutschland, im Rhein-Maingebiet, große Schäden, auch später große Kalamitäten verursachte.

Das Thema Kartoffelkäfer gab dann auch Anlass zu Wortmeldungen – im Anschluss an den mit viel Beifall bedachten Vortrag von René Ressler:

Herr Korge zeigte sich verwundert, in letzter Zeit wenige Kartoffelkäfer gesehen zu haben.

Herr Ressler konnte dem nicht beipflichten, ebenso wenig die Herren Esser und Gienskey.

Der Käfer sei keineswegs nur an der Kartoffelpflanze zu finden, vielmehr an anderen Solanumgewächsen, wie z.B. dem Schwarzen Nachtschatten.

Auch die Frage nach Farbvariationen des Käfers wurde aufgeworfen, doch kamen keine Bestätigungen.

Ende der Sitzung um 21.30 Uhr – danach noch weitere Unterhaltung im „Eßkombinat".

Jörg Heimann