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PROTOKOLL der gemeinsamen Versammlung von FG Entomologie Berlin und ORION im Naturkundemuseum vom 12.06.2007

Vorsitzender: Michael Woelky

Anwesend: 8 Mitglieder FG, 8 Mitglieder ORION, 3 Gäste

Thema: Entomologische Eindrücke aus dem Nuthetal (Libellen, Odonata).


- Verlesung des Protokolls vom 8.05.2007 durch Uwe Heinig.

- Hinweis auf das Schmetterlingshaus Trassenheide (Insel Usedom) als lohnenswerten Besuch, wenn jemand Urlaub in der Gegend macht.

2002 kaufte Dr. Matthias Hartung ein Grundstück, ca. 5000 m² groß mit mehreren Gebäuden in Liebätz, einem kleinen Ort mit 30 Haushalten/80 Einwohnern südlich von Berlin im Nuthetal gelegen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich an Haus und Hof viel verändert, Luftbilder zur Lage des Anwesens und Fotos aus dieser Zeit leiteten den Vortrag ein. Waren Anfangs die Gebäude in relativ schlechtem Zustand, so sind sie heute instand gesetzt bzw. gesichert.

Der Vortragende informierte kurz zur Geschichte des Ortes und stellte im Bild die Kirche vor sowie die unweit gelegene Fassade seiner Straßenfront. Das Grundstück verfügt über einen kleinen Teich, was dem Beobachten von Libellen sehr zugute kommt. Das Nuthetal ist nicht weit entfernt und ebenfalls ein günstiges Biotop zur Libellenbeobachtung. Neben Riedgras gehören Rote Pestwurz und Sumpfdotterblume zum natürlichen Pflanzenspektrum des Teiches, vorgestellt und im Bild gezeigt wurden aber auch angepflanzte Bäume und Sträucher im Garten, der eine ausgedehnte Wiese bildet. Diese wird regelmäßig partiell gemäht, zudem ein Wegesystem, das den Zugang zum Teich und anderen entomologisch interessanten Stellen gewährleistet. In diesem Zusammenhang stellte Dr. Hartung sein Gartenmanagement sowie den unerlässlichen Rasentraktor vor, ohne den das Offenhalten des Geländes unmöglich wäre. Der große Garten mit verschiedenen Biotopen stellt sicher ein entomologisch reichhaltiges Gebiet dar.

Am Teich wurden u.a. Frühe Adonislibelle, Blaue Azurjungfer und Hufeisen-Azurjungfer beobachtet, letztere wurde in einer Filmsequenz beim Fang einer Fliege gezeigt. Entlang der Nuthe konnten u.a. Gebänderte Prachtlibelle und Federlibelle beobachtet und im Bild festgehalten werden.

Im Anschluss an die Ausführungen fragte Thomas Ziska zum Teich: Dieser wird aus Grundwasser gespeist und hat weder Zu- noch Abfluss. Jürgen Kurdas wollte wissen, ob Auflagen zum Denkmalschutz existieren, was verneint wurde. Es folgten Fragen, die Libellenarten betreffend. Der Vortragende erläuterte seine Beobachtungen und die Biotopansprüche verschiedener Arten.

Auch ein Besuch und Lichtfang bei Dr. Hartung liegen im Bereich des Möglichen.


Die Sitzung endete gegen 20.00 Uhr, der gesellige Teil fand in den Chaussee-Stuben statt .

Uwe Heinig (Schriftführer FG)