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P R O T O K O L L
der gemeinsamen Versammlung von FG Entomologie Berlin und ORION im Naturkundemuseum vom 14.12.2010

Vorsitzender: Thomas Ziska

Anwesend (+ Doppelmitgliedschaft): 3 (+ 4) Mitglieder FG, 9 (+ 4) Mitglieder ORION, 2 Gäste

Thema: Neues vom Libellenteich in Liebätz (Odonata).


Thomas Ziska eröffnete den Abend, es folgte die Verlesung des Protokolls der Sitzung vom 9.11. durch Uwe Heinig.

Manfred Gerstberger informierte über die Möglichkeit beim Bezug der NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute", statt des Beihefters des LV Berlin das Pendant des LV Brandenburg zu erhalten. Interessenten können von ihm entsprechende Telefonnummern bekommen.

Seinen Vortrag begann Dr. Matthias Hartung mit einer kurzen Vorstellung des Dorfes Liebätz, in dem er seit ein paar Jahren wohnt. Luftbilder zeigten die Lage der Gebäude im Ort, den Teich und sein Anwesen, das er in einigen Bildern vom Zeitpunkt des Erwebs bis heute vorstellte. Seit damals, ein erster Vortrag zeigte im Juni 2007 Impressionen des Gehöfts, hat sich einiges verändert. Auch der Teich wurde inzwischen zugänglicher, ein ca. 40 m langer Weg aus Steinen wurde angelegt und partiell Schilf entfernt. Der Vortrag führte durch das Jahr 2010, begann mit Wiesen voller Schneeglöckchen im März, später wuchs dort dann Löwenzahn.

Im April wurden Winterlibellen bei der Paarung beobachtet und fotografiert, später Frühe Adonislibelle und Hufeisen-Azurjungfer. Zu den Pflanzen am Teich zählen größere Bestände von Blutrotem Pestwurz, fotografiert in voller Blüte und Sumpfdotterblume. Seit der Entfernung des Schilfes auf einem Streifen im Teich, haben die Libellen mehr Flug-Freiheit. Zuerst aber war über Besucher aus dem Reich der Amphibien und Reptilien zu berichten, Ringelnattern lassen sich häufig im Wasser beobachten, Laubfrosch und Teichmolch in der Sommerform wurden fotografiert und unter Wasser die Larven des Teichmolches.

Im Sommer traten Blaugrüne Mosaikjungfer, Glänzende Smaragdlibelle, Große-, Blutrote- und Gefleckte Heidelibelle sowie Federlibelle in Erscheinung. Auf Unterschiede zwischen den angesprochenen Heidelibellen wurde besonders eingegangen. Auch in der Umgebung des Teiches herrschte reges Insektenleben: Auf Doldenblüten saßen Rosenkäfer, Admiral, Trauermantel, Heufalter und C-Falter wurden beobachtet.

Im Herbst waren Paarungsräder der Herbst-Mosaikjungfer zu sehen.

Neben den Fortschritten bei der Gebäudesanierung wurden auch neue Ausrüstungsgegenstände gemeldet. Neben dem kleinen Rasentraktor existiert nun auch ein „richtiger" Trecker mit Mähbalken, Anhänger, Ballenpresse und Pflug. In erster Linie wird die Technik zur Heugewinnung eingesetzt, das gerade jetzt in der kalten Jahreszeit den Hühnern zur Verfügung steht.

Im Anschluss an den lockeren Vortrag kamen wenige Fragen, u.a. nach der Gesamtartenzahl Libellen. Bisher wurden etwa 20 Arten beobachtet und fotografiert.


Der offizielle Teil des Abends endete gegen 20.15 Uhr, der gesellige Teil fand in der nahe gelegenen Gastronomie statt.

Uwe Heinig (Schriftführer FG)