Familie Ephydridae - Sumpf-, Salzfliegen

Etwa 180 Arten dieser recht großen Familie (weltweit ca. 2000 Arten) sind in Deutschland anzutreffen. Die Fliegen sind mit 1-6(-10) mm klein, von kompaktem Körperbau und dunkel gefärbt bis schwarzglänzend mit zuweilen gemusterten Flügeln. Das Gesicht ist stark vorgewölbt und die Mundöffnung meist sehr groß (daher auch der Name „Weitmaulfliegen“).
Sehr viele Arten sind an das Vorhandensein größerer oder kleinerer Gewässer gebunden, wo die Tiere an vegetationsfreien Ufern zu Tausenden auftreten können. Sie vermögen auf der Wasseroberfläche zu laufen und erbeuten kleine Insekten und Plankton. Spezialisierte Arten besiedeln Trockenrasen, Bergwiesen und Wälder.
Die Larven vermögen sehr unterschiedliche Lebensräume zu nutzen. Viele leben aquatisch oder semiaquatisch und ernähren sich von Algen, Bakterien oder auch räuberisch. Selbst an Extremstandorten - heiße Quellen, stark salzhaltige Gewässer oder Natronseen, sogar Petroleumtümpel - finden sich Sumpffliegen-Larven oft in großer Zahl. Massenvorkommen im Mono Lake (Kalifornien) ermöglichten in der Vergangenheit einer Stammesgruppe der indigenen Paiute, die Puppen ganzjährig als geschätztes proteinreiches Nahrungsmittel zu ernten. - Die Larven anderer Arten entwickeln sich in Abwasser, faulender Substanz, Dung und Aas. Einige Vertreter minieren in Wasser- und Landpflanzen wie z. B. die Gerstenminierfliege Hydrellia griseola, die Schäden an Getreidekulturen anrichten kann.
FotoAthyroglossa glabra
(Meigen, 1830)
10210
FotoDiscomyza incurva
(Fallén, 1823)
10290
FotoLimnellia quadrata
(Fallén, 1813)
10550
FotoNostima picta
(Fallén, 1813)
10570
FotoParacoenia fumosa
(Stenhammar, 1844)
10640
FotoPhilygria interstincta
(Fallén, 1813)
10740
FotoPsilopa nitidula
Fallén, 1813
10800
FotoScatella lacustris
(Meigen, 1830)
10820

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