Familie Rhinophoridae - Asselfliegen

Mit knapp 180 Arten gehören die Asselfliegen zu den kleineren Familien. Sie sind weltweit verbreitet, die größte Vielfalt findet sich im Mittelmeerraum und den östlich angrenzenden Gebieten (turano-mediterrane Region). In Deutschland sind 10 Arten beheimatet. Die Bestimmung ist oft nicht einfach, da eine gewisse Ähnlichkeit mit Vertretern der Tachinidae (Raupenfliegen) und auch der Polleniidae (Wurmfliegen) zu Verwechselungen führen kann. Einmalig ist jedoch die Lebensweise der Larven: soweit bislang bekannt, sind alle hochgradig spezialisierte Assel-Parasitoide. Kein weiteres Insekt befällt diese Wirtstiere.
Die meist mittelgroßen Imagines (2-11 mm) sind überwiegend schwarzgrau gefärbt, in den Tropen auch mehr oder weniger gelbbraun. Der relativ schlanke Körper und die Beine sind kräftig beborstet. Die Flügel sind oft dunkel gemustert. Das Thorakalschüppchen ist im Unterschied zu dem der Tachinidae relativ klein und schmal und spreizt vom Thorax ab.
Man findet die Fliegen in der Krautschicht und auf Blättern sowie auf Steinen sitzend, einige Arten trifft man auch auf kompakten Blütenständen (Doldenblütler, Korbblütler u. a.). Die Weibchen legen die Eier an Stellen ab, die in Kontakt mit Drüsensekreten von Asseln kamen. Die geschlüpften Larven suchen selbstständig ihren Wirt und dringen einzeln in frisch gehäutete Asseln mit noch weichem Panzer ein. Nach der Häutung zum zweiten Larvenstadium beginnen sie, Hämolymphe und innere Organe des Wirts zu verzehren. Überwinterung im noch lebenden Wirt wird beobachtet. Im dritten Larvenstadium wird die Assel vollständig aufgefressen, und die Larve verpuppt sich im entleerten Körpergehäuse.

FotoMelanophora roralis
(Linnaeus, 1758)
17920
FotoPaykullia maculata
(Fallen, 1815)
17930
FotoPhyto melanocephala
(Meigen, 1824)
17940
FotoRhinomorinia sarcophagina
(Schiner, 1862)
17950
FotoRhinophora lepida
(Meigen, 1824)
17960
FotoTricogena rubricosa
(Meigen, 1824)
17990

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