Familie Malachiidae - Zipfelk��fer

Die Zipfelkäfer bilden in Deutschland eine kleine, gut umgrenzte Käferfamilie, deren Vertreter ebenso schwach chitinisiert sind wie die Weichkäfer. Die meist deutlich unter zehn Millimetern kleinen Tiere sind nicht selten bunt gefärbt (oft rote Bereiche mit metallisch gefärbten Bereichen kombiniert). Die Namen gebenden Zipfel sind auffällig gefärbte ausstülpbare Hautblasen, die die Tiere bei Erregung sichtbar werden lassen. Die Männchen sind im Besitz so genannter Excitatoren (je nach Art am Kopf oder der Flügeldeckenspitze), deren Ausscheidung bei den Weibchen zur Paarungsbereitschaft führen.
In Deutschland leben ca. 34 Arten (Köhler & Klausnitzer, 1998), von denen 21 in Berlin und Brandenburg nachgewiesen wurden (Esser, 2009 siehe Käferliste). Die Tiere leben in artspezifisch sehr unterschiedlichen Biotopen, einige Arten sind an Holz gebunden, wenige Feuchtgebiete (Röhrichte) und zwei Arten treten regelmäßig in und an Gebäuden auf. Bis auf eine Art sind die Tiere im späten Frühjahr und Frühsommer anzutreffen, doch selten sieht man mehrere Tiere gleichzeitig.
Die oft Blüten besuchenden Käfer ernähren sich vermutlich nicht nur von den Blütenbestandteilen, sondern auch räuberisch von Kleininsekten. Die Larven leben ebenfalls räuberisch von Insektenlarven, wobei die bei synanthrop auftretend Anthocomus-Arten als Gegenspieler anderer Insekten in Haus und Wohnung eine Rolle spielen (Vorratsschädlinge, Holzschädlinge).

FotoAnthocomus equestris
(Fabricius, 1781)
28760
FotoAnthocomus fasciatus
(Linnaeus, 1758)
28770
FotoAxinotarsus pulicarius
(Fabricius, 1775)
28810
FotoClanoptilus marginellus
(Olivier, 1790)
28880
FotoCordylepherus viridis
(Fabricius, 1787)
28890
FotoMalachius bipustulatus
(Linnaeus, 1758)
28950

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