Familie Tenebrionidae - Schwarzk��fer

Die Schwarzkäfer als Familie eint im Grunde nur, dass sie so vielgestaltig sind, wie nur denkbar. Natürlich gibt es anatomische Merkmale der Käfer und der Larven, die allen Schwarzkäfer gemeinsam sind. Doch „auf den ersten Blick“ sind selbst Entomologen immer wieder überrascht, welche Tiere zu den Schwarzkäfern zählen. Anders als der Name vermuten lassen könnte, sind die Schwarzkäferarten mit Nichten immer nur schwarz. Es gibt ebenso braune, metallische, rot- oder orangegefleckte usw.
In Deutschland leben ca. 60 Arten (Köhler & Klausnitzer, 1998), von denen 49 in Berlin und Brandenburg nachgewiesen wurden (Esser, 2009).
So vielgestaltig das Aussehen, so unterschiedlich ist auch die Lebensweise der verschiedenen Arten. Allen gemein ist eine hohe Trockenheitstoleranz resp. –bedürfnis. Viele Arten entwickeln sich in Holz oder in den Fruchtkörpern holzbewohnender Porlinge. Eine Reihe von Arten lebt synanthrop , vor allem in Ställen, Lägern, aber auch in Haushalten. Einige werden schädlich oder doch zumindest lästig (z. B. der Mehlkäfer, Tenebrio molitor). Zwei der heimischen Arten (Tenebrio molitor und Alphitobius diaperinus) sowie eine südamerikanische Art (Zophobas atratus) werden als Futtertiere in großem Stil gezüchtet und verfüttert (meist die Larven, also Mehlwürmer, Buffalowürmer und Riesenmehlwürmer). Die Larven des Mehlkäfers haben auch schon in die menschliche Ernährung Einzug gehalten. Die großen Arten der Gattung Blaps (Totenkäfer) treten neben Ställen und Scheunen auch noch in Kellern auf, allerdings nur noch selten. Unter den Schwarzkäfern gibt es auch richtige Wüstentiere, die auch in unseren Breiten in entsprechenden Lebensräumen vorkommen (natürliche andere Arten…). So leben auf schütteren Sandflächen Crypticus quisquilius, der gleich einem Laufkäfer schnell umherläuft, Melanimon tibiale oder die beiden Opatrum-Arten. Die Larven leben dort im Boden.
Die meisten Arten sind in der Lage, bei Beunruhigung aus Analdrüsen markant riechende Sekrete abzusondern. Der Geruch ist oft artspezifisch und sehr typisch. Gleichzeitig würgen einige Arten noch Verdauungssekrete hervor, die auch nicht gut riechen und dauerhafte Flecken auf Textilien hinterlassen können.

FotoAllecula morio
(Fabricius, 1787)
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FotoAllecula rhenana
Bach, 1856
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FotoBolitophagus reticulatus
(Linnaeus, 1767)
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FotoCorticeus unicolor
(Piller & Mitterpacher, 1783)
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FotoCrypticus quisquilius
(Linnaeus, 1761)
46300
FotoCteniopus sulphureus
(Linnaeus, 1758)
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FotoDiaperis boleti
(Linnaeus, 1758)
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FotoEledona agricola
(Herbst, 1783)
46350
FotoGonodera luperus
(Herbst, 1783)
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FotoHymenalia rufipes
(Fabricius, 1792)
46390
FotoIsomira murina
(Linnaeus, 1758)
46400
FotoMelanimon tibialis
(Fabricius, 1781)
46430
FotoNalassus dermestoides
(Illiger, 1798)
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FotoOmophlus pubescens
(Linnaeus, 1767)
46570
FotoOpatrum sabulosum
(Linnaeus, 1761)
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FotoPhylan gibbus
(Fabricius, 1775)
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FotoPrionychus ater
(Fabricius, 1775)
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FotoPrionychus melanarius
(Germar, 1813)
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FotoPseudocistela ceramboides
(Linnaeus, 1761)
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FotoStenomax aeneus
(Scopoli, 1763)
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FotoTenebrio molitor
Linnaeus, 1758
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FotoTribolium castaneum
(Herbst, 1797)
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FotoUloma culinaris
(Linnaeus, 1758)
46790

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