Gepunktete Glücksbringer
Der Orionid
20. Mai 2021 / Ausgabe 3

(S.St.) Habt ihr in diesem Jahr schon gepunktete Glücksbringer gesehen? Die Rede ist vom Marienkäfer. Der deutsche Name dieses nützlichen Käfers ist von religiöser Herkunft und wird in den meisten europäischen Sprachen mit der Jungfrau Maria in Verbindung gebracht.

Von den weltweit ca. 4000 Arten kann man in Deutschland ungefähr 80 finden. Am bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata). Aber die Vielfalt bei der Anzahl der Punkt sowie der Färbungen ist erheblich. Von cremefarbenen Exemplaren bis zu völlig schwarzen ist vieles möglich.

Auch bei der Größe gibt es erhebliche Unterschiede. Mit 1 bis 1,5 mm Körperlänge ist der Kugelmarienkäfer (Stethorus punctillum) der kleinste bei uns vorkommende Marienkäfer. Der bis zu 9 mm lange Augenfleck-Marienkäfer (Anatis ocellata) kann als unsere größte einheimische Art entdeckt werden.

Was fast alle Käfer dieser Familie verbindet, ist die runde halbkugelige Körperform. Marienkäfer können gut fliegen und sind auch sonst recht flink unterwegs. Die meisten von ihnen fressen Blatt- oder Schildläuse und werden daher gern zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Übrigens: Die Anzahl ihrer Punkte hat nichts mit dem Alter der Tiere zu tun. Es gibt Marienkäferarten ohne Punkte, wie den GrasMarienkäfer (Cynegetis impunctata), als auch Käfer mit bis zu 24 Punkten, wie den LuzerneMarienkäfer (Subcoccinella vigintiquatuorpunctata).

Freut euch über viele Marienkäfer und    ...  bleibt neugierig!
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