Wanzen Teil 2
Der Orionid
25. Juni 2021 / Ausgabe 7

(S.St.) Nachdem es in unserem letzten Artikel um den Unterschied zwischen Wanzen und Käfern ging, soll es diesmal um Ähnlichkeiten innerhalb der Wanzenfamilien gehen.

Fast jedes Kind kennt die Feuerwanze, die fälschlicherweise oft als Feuerkäfer bezeichnet wird. Aber den Unterschied zwischen Käfern und Wanzen kennen wir jetzt. Diese Art gehört zur Familie der Feuerwanzen und ernährt sich vorwiegend von Malvengewächsen. Da die Tiere sehr gesellig sind, kann man dutzende bis hunderte von Exemplaren in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, eng zusammensitzend, im unteren Stammbereich von z.B. Linden sehen. Sie ist in der gesamten Parläarktis, das bedeutet in Eurasien und Nordafrika zu finden. In den höheren Lagen der Gebirge sowie an den Küsten ist sie eher nicht zu Hause. Aber nicht alle rot-schwarzen Wanze sind Feuerwanzen. Eine andere hübsche, rot-schwarze Art ist die Zimtwanze, die zur Familie der Glasflügelwanzen gehört. Sie ist in offenen bis leicht schattigen Lebensräumen, an trockenen bis feuchten Stellen zu finden. Sie sitzt dort an verschiedenen Pflanzen und saugt deren Saft.

Auch die Schwarzrückige Gemüsewanze aus der Familie der Baumwanzen, die sich ebenfalls von Pflanzensäften ernährt, passt in dieses Farbschema.
Die Ritterwanze als Bodenwanze ernährt sich gern von giftigen Pflanzen. Sie nimmt die im Pflanzensaft enthaltenen Gifte auf und speichert sie im Körper. Dadurch wird sie für Fressfeinde ungenießbar und signalisiert durch ihre Färbung „Achtung, Gefahr!“.

Etwas aus der Reihe, was die Ernährung betrifft, tanzt die Rote Mordwanze. Wie der etwas martialische deutsche Name vermuten lässt, handelt es sich hier um eine Raubwanze, deren Nahrung aus anderen Insekten besteht. Sie kann Beute überwältigen, die größer ist als sie selbst. Auch wenn ihr Stich mit dem Saugrüssel schmerzhaft sein kann, so ist sie doch nicht gefährlich für den Menschen. Man kann die Rote Mordwanze an sonnigen, trockenen Orten finden, wo sie auf verschiedenen Pflanzen auf Beute lauert.

Gebt diesen interessanten Tieren einen Lebensraum

und    ...  bleibt neugierig!
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