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Die große Vereinsexkursion 2026

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Nachdem es uns im Vorjahr weit weg bis nach Thüringen gezogen hatte, blieben wir in diesem Jahr Brandenburg treu und suchten die Prignitz auf, genauer gesagt, den kleinen Ort Bantikow am ruhigen und idyllischen Untersee.

Cortez hatte fünf verschiedene Naturschutzgebiete in der Nähe im Visier: Den Bärenbusch, das Feuchtgebiet Schönberg-Blankenberg, das Königsfliess, das Postluch Ganz und das Naturschutzgebiet Bückwitzer See und den Rohrlacker Graben.

Anreise war wie üblich der Freitag. Während einige tagsüber bereits das NSG Postluch Ganz inspiziert hatten, trudelte der Rest der Mannschaft bis etwa 17 Uhr ein. Nach einem Abendessen ging es zum Leuchten zu einer nahegelegenen Freileitungs-Schneise im Kiefernforst. Passend zum umliegenden Habitat kamen an die Leuchten dann auch Kiefernschwärmer, Kiefernspinner und mehrere Kiefernspanner. Aber auch das zarte Grün des Perlglanzspanners und das gelb-orange-rosa gefärbte Rosen-Flechtenbärchen konnte bewundert werden.

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Am folgenden Tag streiften wir zunächst durch das NSG Feuchtgebiet Schönberg-Blankenberg, entdeckten die markant gefärbten Weißfleck-Widderchen und Wachtelweizen-Scheckenfalter sowohl als Imago als auch als Puppe. Sodann wurde das NSG-Bärenbusch aufgesucht, um für diese Nacht einen guten Platz zum Leuchten zu finden. Es war windig und kühl und die weiß-transparenten Überzüge der Leuchten flatterten etwas im Wind, aber schließlich war die Anziehungskraft für einige Insekten dann doch zu stark: Wir freuten uns über den schneeweißen und fein schwarzgepunkteten Breitflügeligen Fleckleibbär mit seinem pelzigen Thorax, den ockerfarben und hellrosa gefärbten Mittleren Weinschwärmer und befreiten das verwirrte Grüne Heupferd, das versehentlich ins Innere der Leuchte gelangt war.

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Zufrieden fielen wir am Ende des langen Abends in die Hotelbetten, frühstückten ausgiebig am folgenden Morgen und machten uns auf die Heimreise. Je nach Vorliebe war damit für einige das Erlebnis Prignitz-Exkursion bereits vorbei, für andere sollte noch die Bestimmung und Auswertung ihrer Funde von der Exkursion beginnen - und damit der ein oder andere bemerkenswerte Fund, dessen Vorstellung dann beim Nachtreffen im Herbst stattfand.

Anneke Dierks